Fahrräder - Auswahl, Größe, Zubehör



Einsatz
Möchte ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, Radreisen machen, über Geröllhänge rasen oder Straßentraining machen? Entsprechend den verschiedenen Anforderungen unterscheiden sich die Fahrräder. Während ein Trekkingrad gut für befestigte Wege geeignet ist, kann man mit dem Mountainbike auch in gröberem Gelände fahren. Hier unterscheidet man weiter Cross Country, Marathon, All Mountain, Enduro, Freeride oder Downhill. Für die technischen Disziplinen gibt es Dirt-, BMX- oder Trialbikes. Eine besonders robuste Variante des Trekkingrades ist das Reiserad. Mit einem Straßenrennrad bewegt man sich möglichst ausschließlich auf Straßen, abgesehen von Querfeldeinrennrädern oder Bahnrennrädern. Kinderräder runden das Sortiment für die Kleinen ab. Seit einigen Jahren gibt es Elektrofahrräder, die den Fahrer per Motor unterstützen.

Rahmen
Vor allem Rahmen und Gabel charakterisieren das Fahrrad. Material, Geometrie und Technologie bestimmen Gewicht, Fahreigenschaften und Langlebigkeit. Rahmen bestehen meist aus CrMo-Stahl, Aluminium-Legierungen oder Carbon. Seltener ist Titan, wobei die Technologie der Hersteller sehr verschieden ist. Ein Aluminium-Rahmen eines Baumarkt-Rades ist meist schwerer als ein guter Stahl- Rahmen. Ebenso ist ein hochwertiger Alu-Rahmmen einem billigen Carbon-Rahmen vorzuziehen. Neben dem Gewicht spielen Steifheit und Geometrie die wichtigste Rolle. Abhängig von der Art des Fahrrades und der Fahrweise wählt man eine Rahmengröße. Dabei sollte man beachten, dass Rahmengrößen verschiedener Hersteller verschieden ausfallen. Neben der Sitzrohrlänge sind Oberrohrlänge und Sitzrohwinkel wichtige Maße. Je sportlicher ein Rahmen ist, desto länger ist das Oberrohr. Mit steigender Rahmengröße wird der Sitzrohrwinkel kleiner.

Komponenten
Für verschiedene Einsatzbereiche werden verschiedene Komponenten hergestellt, die sich im Gewicht, der Präzision, Langlebigkeit und dem Preis z. T. erheblich unterscheiden. Für Mountainbikes sind Federgabeln, V-Brakes und Scheibenbremsen weit verbreitet, bei City-, Trekking- und Reiserädern sind neben Starrgabeln auch V-Brakes oder hydraulische Felgenbremsen üblich. Die Arten von Federgabeln sind vielfältig, im unteren Bereich sind das fast ausschließlich Stahlfeder/Elastomer-Gabeln. Eine hydraulische Dämpfung gehört zum guten Ton, ebenso ein hydraulisches Lockout. Im hochwertigen Bereich gibt es lufgefederte Systeme mit Öldämpfung sowie jährlich neue Innovationen. Der Federweg bewegt sich im Trekkingereich um die 50mm, bei Cross-Country-Mountaibikes sind es ca. 100mm. Für All Mountain-, Dirt-, Enduro-, Freeride- und Downhill-Bikes reicht der Federweg von 120mm bis über 200mm. In sportlichen Straßenrädern und Rennrädern sind Starrgabeln verbaut, CrMo-Gabeln z. B. in Reiserädern oder zunehmend Carbon-Gabeln. Die Schaltungen funktionieren grundsätzlich fast alle nach dem gleichen Prinzip per Bowdenzug, eine Ausnahme bildet die elektronische Schaltung am Rennrad. An den meisten Fahrrädern sind Antriebs- und Schaltungskomponenten der Firma Shimano verbaut, im Einsteigerbereich sind das vor allem Acera und Alivio. Ab der Deore-Gruppe beginnt die Mittelklasse und es gibt ein 9-fach Antriebssystem. Räder mit hoher täglicher oder sportlicher Belastung sollten mit Deore oder höher (SLX, Deore XT, XTR) ausgestattet sein. vor allem sollte man darauf achten, dass die Baugruppen sortenrein bzw. keine minderwertigen Teile verbaut sind. Es schadet nichts, wenn an einem Deore-Fahrrad ein XT-Schaltwerk verbaut ist, weniger ansprechend ist eine mit "Deore XT" beworbenes Fahrrad, an dem nur das Schaltwerk der XT-Gruppe angehört und der Rest ist Acera. In diesem Fall nützt das bessere Schaltwerk auf Grund des sehr einfachen Schalthebels nichts. Für sehr sportlichen oder Renneinsatz wird meist Deore XT oder XTR gefahren. Für Trekkingräder gibt es eine spezielle Trekkinggruppe Deore LX, außerdem werden meist Kurbelsätze mit 48-36-36 Zähnen verbaut, während bei Mountainbikes 44-32-22 Zähne üblich sind. Eine Alternative zur Kette ist der Zahnriemen, diese Technologie wird seit einigen Jahren von einigen Herstellern angeboten. Bei Läufrädern sollte man auf Hohlkammerfelgen achten, die meist geöst sind. Der Anteil von Systemlaufradsätzen wächst, hier stehen das geringere Gewicht und die bessere Aerodynamik im Vordergrund.

Zubehör
Fahrradzubehör kann nach Bedarf und Art des Rades universell ausgewählt werden. Dazu gehören Fahrradständer, Schutzbleche, Gepäckträger, Schlösser, Packtaschen, Bar Ends, Luftpumpen, Werkzeuge/Minitools, Trinkflaschen, Helme, Bekleidung und Pflegemittel...
In Kombination mit einem Cityrad sollte man darauf achten, dass fest montierte Schutzbleche, bei Bedarf ein stabiler Gepäckträger vorhanden sind. Im Falle von Dynamobeleuchtung ist ein Nabendynamo zu bevorzugen. Hier gibt es hochwertige mit weniger Leerlaufwiderstand und etwas günstigere. Beim Rennrad wird meist weniger Zubehör angebaut. Allerdings kann man auf einiges nicht verzichten, weil man es aus Sicherheitsgründen dabei haben sollte (Ersatzschlauch, Luftpumpe, Reifenheber, Minitool). Es ist sehr ärgerlich, wenn man eine Tour wegen einem einfachen Defekt zwangsbeenden muss. Jedes Fahrrad kann komplett individuell ausgetattet werden, das betrifft sowohl die Komponeten als auch das Zubehör. Ein Helm empfhielt sich sich für jeden Radfahrer, für die Sportarten Trial, BMX, Dirt und Downhill gibt es umfangreichere Schutzbekleidung. Auf Grund der Vielzahl von Zubehör ist eine indviduelle Beratung empfehlenswert.

Kosten
Entsprechend den Anforderungen ergibt sich eine empfohlene Mindestausstattung und ein Mindestbudget. Es nützt wenig, wenn das Budget für den ganzjährigen täglichen Einsatz bei 250 Euro liegt oder wenn für regelmäßigen Trainings- und Renneinsatz 500 Euro eingeplant werden. In diesen Fällen ist eine Finanzierung oft eine sinnvolle Alternative, die finanzielle Durchführbarkeit vorausgesetzt. Es ist ebenso wenig sinnvoll, für ein Stadtrad 3000 EUR auszugeben, wenn es stark diebstahlgefährdet ist.

Service
Für jedes Neurad gibt es eine kostenlose erste Durchsicht, die in Hinsicht auf Präzision und Langlebigkeit des Fahrrades wichtig ist. Bei einem neuen Fahrrad können sich anfangs Bowdenzüge und Hüllen dehnen, Lagerspiel verändern, Bremsdruckpunkt verändern oder Laufräder müssen nachzentriert werden. Am Ende dieses Prozesses (ca. 400-500km) sollte die erste Durchsicht liegen. Weitere Durchsichten sind vom Fahrrad und dem Einsatz abhängig, als Faustregel gilt für starke Beanspruchung 2x jährlich, bei geringerer Beanspruchung 1x jährlich. Federgabeln, Dämpfer und andere Präzisionsbauteile unterliegen u. U. kürzeren Serviceintervallen. Außerdem ist eine regelmäßige Prüfung (Vermessung) des Antriebes wichtig. die Kette dient dabei als Verschleißindikator. Wenn die Kette über Zahnkranz oder Kettenblatt rutscht, ist das nicht nur ärgerlich sindern auch sehr gefährlich. Das gleiche gilt für die Bremsen, die regelmäßig auf Verschleiß und Beschädigungen geprüft werden sollten. Auch eine durchgebremste Felge stellt ein hohes Gefährdungspotenzial dar, ebenso verschlissene Reifen, beschädigte Lenker, Vorbauten oder Rahmen.
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