Die Szene in Jena
Es gibt eine lustige Gruppe von 15-20 aktiven BMX-Fahrern im Alter von jungen 18 und rüstigen 26, die sich regelmäßig trifft. Vorwiegend bewegen sich die BMXer im Skate-Park. Auch Dirt- Jams sind vertreten. Stetig wird am Trickrepertoire gefeilt, sei es beim Grinden oder bei den waghalsigen Luftmanövern. Das nächste große Projekt ist der Aufbau eines BMX- Parks, da die Kapazitäten des Skate- Parks im Jenaer Paradies hinsichtlich Qualität und Quantität völlig erschöpft sind. Hilfe jeglicher Art wird dankend angenommen.


BMX-Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts war das Fahrrad nicht nur ein beliebtes Transportmittel, sondern man begann auch mit einfachen Kunststücken zu experimentieren.
Gegen 1974 entwickelten amerikanische Motocross-Fahrer erstmals aus umgebauten Bonanza-Rädern eine leichte und stabilere Form von Rädern für den Geländeeinsatz. Die BMX-Ära begann.
1976 fand in den USA die erste offizielle Meisterschaft im BMX-Race statt. Es handelte sich um einen Parcours, der aus Sprunghügeln und Steilkurven bestand. Parallel dazu entstand eine andere Form - der Freestyle. Man probierte die verschiedensten Trickmanöver aus, sei es auf der Stelle oder während der Fahrt.
In der Folge etablierten sich Firmen wie Redline, Skyway, Haro und Mongoose mit dem Bau und Vertrieb dieser kleinen Spaßgeräte.
Ende der 70er kam der BMX-Sport nach Europa. Zuerst mit dem Racesport nach Frankreich, später nach ganz Europa. Es wurden sogar Meisterschaften in der DDR ausgetragen. Die Begeisterung an dem kleinen Rad konnte auch durch die innerdeutsche Grenze nicht aufgehalten werden.
In den 80er Jahren erlebte der BMX-Sport einen gewaltigen Boom. Gründe waren die Filme "E.T." und "Die BMX-Bande", die Millionen von Zuschauern begeisterten. Plötzlich wollte jedes Kind ein BMX-Rad. Rennstrecken wurden gebaut und in jeder größeren Stadt gab es betonierte Flächen mit einem BMX/Skate-Park.
Ende der 80er Jahre spalteten sich aus den Disziplinen Race und Freestyle weitere Gruppierungen ab, welche heute noch Bestand haben. Das sind Race, Dirt, Vert, Street und Flatland.
Die Pioniere und Helden, welche den Sport bekannt machten waren Bob Haro, Matt Hoffman, Dave Mirra und Taj Mihelich.
In den 90er Jahren erreichte der BMX-Sport in den US-Medien einen höheren Stellenwert durch profesionelle Events wie die X-Games mit großen Sponsoren. Ende der 90er bekam auch in Deutschland die BMX-Szene mehr öffentliche Aufmerksamkeit durch die ausgetragene BMX-Weltmeisterschaft in Köln.
Heute haben sich mehre deutsche Firmen (Wethepeople, Sputnik, Salt), welche aus dem BMX-Bereich stammen, national und international durch ihre Produkte und gesponsorte Fahrern etabliert. Desweiteren wird durch deutsche Magazine, wie "Freedombmx" und "Zwanzigzoll" der Zuammenhalt der Szene bewahrt und stetig vorangetrieben.
Der nächste große Meilenstein für die Sportart BMX war die Teilnahme der Disziplin Race an den Olympischen Spielen in China 2008.


Text und Bilder: Oliver Koch, Mathias Messbauer


Impressionen aus der BMX-Halle in Jena:  Galerie




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